27. Januar 2019

Chifa - Die peruanisch-chinesische Küche und die chinesische Neujahrsfeier

Von Guerlio Peralta, Themen Gastronomie | Newsletter - 2019 - 02 Februar | Tourismus

Ein wichtiger Beitrag für die Ernennung Perus als bestes kulinarisches Reiseziel

Chifa - Die peruanisch-chinesische Küche und die chinesische Neujahrsfeier

Die chinesische Neujahrsfeier in Februar ist für Peruaner eine gute Gelegenheit, eine der beliebtesten Fusionsküchen im Land zu genießen: Chifa, die peruanisch-chinesische Küche.

Im Viertel "Barrios Altos" verläuft die Capón-Straße, in der sich u.a. das traditionsreiche Restaurant "San Joi Lao" befindet und um die sich im Laufe der Jahre das China Town Limas entwickelt hat.

Der "Lomo Saltado" oder der "Tallarín Saltado" sind Klassiker der peruanischen Küche, die durch den Einfluss der chinesischen Küche entstanden sind. Beide Spezialitäten werden im Wok zubereitet, so dass ihr Geschmack von saftigem flambierten Fleisch bestimmt wird.

Die chinesischen Restaurants in Peru werden "Chifa" genannt, was auf kantonesisch "gebratener Reis" bedeutet. Die Speisekarte eines Chifas ist, wie überall in der Welt bei chinesischen Restaurants groß und berücksichtigt alle Fleischsorten und Meeresfrüchte. Die Gerichte sind chinesisch, die Zutaten peruanisch und die Köche, die Erben der chinesischen Einwanderer, die ab Mitte des 19. Jahrhunderts für die Arbeit in den Reisfeldern entlang der peruanischen Küste kamen und die heimischen Zutaten in ihrer Küche aufnahmen.

Gastón Acurio zur peruanisch-chinesischen Küche:

Meine Kollegen in Europa, große und anerkannte Köche, sagen mir, dass sie das Peru von heute für die große Speisekammer der Welt halten. Nicht nur auf Grund der natürlichen Vielfalt, die Peru beherbergt, sondern vor allem weil alles, was die Welt anbietet, hier wachsen und sich anpassen kann.

So wie ein Chifa-Gericht, bei dem die Jahrtausend-Kultur Chinas auf ein Mikroklima im Tal von Huaral trifft, um sich zu reproduzieren und seine Nostalgien wiederzubeleben. Weil aus Huaral die chinesischen Apfelsinchen und die Lychi sind, die dieser Soße Leben einhauchen. Aus Huaral sind die chinesischen Enten, die diesem Gericht Leben einhauchen. Eine Pekingente, langsam gebraten mit Apfelsinen und Lychi, die auf den Rocoto-Paprika und das Huacatay trifft; eine Art, sie in dieser Landschaft zu begrüßen, die es ihnen erlaubt, ihre Träume zur Realität werden zu lassen, ohne ihre Identität zu verlieren und eine neue Sprache zu finden, als Frucht einer wunderhübschen Vermischung, so wie unser geliebter Chifa.

Anstatt sich zu bekämpfen, führten diese Zutaten einen Dialog. Anstatt eine Grenzlinie zu ziehen zwischen gut und schlecht, haben es diese beiden Kulturen nicht nur verstanden zusammenzuleben, sondern auch etwas aufzubauen, zu kreieren, gemeinsam zu wachsen. (Übersetzung von Dirk Baranek, www.peru2013.de)

Nicht zuletzt durch den inspirierenden Einfluss des Booms der peruanischen Gastronomie entwickelt sich die Chifa-Küche weiter. Gerade im "San Joi Lao" werden neuerdings Gerichte auf der Grundlage von Cuy-Fleisch (Meeerschweinchenfleisch) zubereitet.

Hier, laut TripAdvisor, die Liste der besten chinesischen Restaurants Limas:
Die besten Chifa-Restaurants in Lima


Es geschah in Peru | Die chinesische Migration

Der Chifa SAN JOY LAO

Gastón Acurio | El tallarín saltado

Gastón Acurio | Wie bereitet man Chifa zuhause?


Über den Autor

Guerlio Peralta

Guerlio Peralta

Guerlio Peralta verfügt über langjährige Erfahrung im Management von IT-Projekten im CRM- und Support-Bereich. Seit 2007 hat er sich auf die Konzeption, Erstellung, Administration und Pflege von Internet-Portalen spezialisiert. Bei Peru-Vision ist er redaktionell zuständig für die Bereiche Tourismus und Gastronomie. Außerdem ist er zuständig für Technik, Kultur und Multimedia sowie für den Vertrieb.

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